Eine Inselgruppe und doch so verschieden!!! Die Kanaren
Sonntag, 30.08.2009 von Benjamin | Eingestellt in Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, Reisetipps, Teneriffa, TourismusJährlich reisen Millionen von Urlauber auf eine der wunderschönen Vulkaninseln vor der Küste Westafrikas. Es handelt sich um 7 Schwesterninseln die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Rede ist von den Perlen des Atlantiks: Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote, La Gomera, La Palma und El Hierro. Jede dieser Inseln hat seinen eigenen Charme mit denen Sie Sonnenanbeter, Naturliebhaber oder sportlich Aktive Touristen umgarnt. Doch eines haben Sie alle gemeinsam: Sie garantieren das ganze Jahr über ein mildes Frühlingshaftes Klima.
Teneriffa:
Teneriffa ist nicht nur die größte Insel der Kanaren, dort erhebt sich auch der Pico del Teide, der mit 3718 Metern höchste Berg Spaniens. Mit einer Seilbahn schweben Urlauber in schwindelerregende Höhen von bis zu 3600 Metern. Nur die letzten Meter zum Gipfel legt man zu Fuß zurück. Naturliebhaber die es ruhiger mögen, begeben sich in den Norden der Insel nach Puerto del la Cruz. Hier zeigt sich die Insel in seiner ganzen Blüte und Pracht. Am westlichen Stadtrand liegt die vom kanarischen Architekten und Künstler Cesar Manrique entworfene Garten und Strandzone Playa Jardin. Der schöne dunkle Sandstrand und die schöne gestaltete Gartenanlage bietet jede Menge Erholung zum relaxen. Eine weitere Attraktion sind die ebenfalls vom Künstler Cesar Manrique gestalteten und öffentlichen Meerwasserschwimmbäder, die am östlichen Teil der Stadt liegen. Bei einem Spaziergang durch die Gassen und Straßen der Altstadt von Puerto de la Cruz präsentiert sich das alte und beschauliche Teneriffa. Ein absolutes Highlight ist die sensationelle Zoo- und Gartenanlage, der “Loro Parque” ist ein ganzer Spaß für die Familie, der mit seinen Delfin-, Seelöwen- und Papgeienshows und vielen weiteren Attraktionen einen Tag zum unvergesslichen Erlebniss werden lässt. Der lebhafte Süden Teneriffas eignet sich ideal für Sonnenanbeter die einen Badeurlaub bevorzugen. Die neue und modere Promenade erstreckt sich ca. 16 km zwischen den Urlaubszonen Playa de las Americas bis hin nach Los Cristianos. Hier findet man zahlreiche Einkaufszentren, Cafes, Bars und Diskotheken, die ideale Voraussetzungen für unternehmungslustige Urlauber bieten. Ein Ausflugsziel im Süden ist der neue, imposante und aufregende Siam Park. Er zählt zu den größten und modernsten Wasserparks Europas. Am Hafen von Los Cristianos starten die Fähren für Überfahrten zu den Nachbarinseln La Gomera, La Palma und El Hierro.
Gran Canaria:
Die Einheimischen bezeichnen Gran Canaria nicht zu Unrecht als den “kleinen Kontinent” und die “Insel des ewigen Frühlings”. Vielfältige Landschaften überziehen die meistbesuchte Kanareninsel auf engstem Raum. Im Zentralgebirge ragen bis zu 2000 Meter hohe Gipfel in den Himmel. Doch die meisten Urlauber besuchen Gran Canaria der herrlichen Sandstrände wegen. In den lebhaften Urlaubsparadisen des Südens wehte der Saharawind gigantische bis zu 12 Meter hohe Sanddünen an. Hier findet man weite goldene Strände deren weitläufige Dünen zum ausgiebigen Sonnenbaden einladen. Die meisten Touristen zieht es in die Touristenzentren im Süden genauer gesagt nach Playa del Ingles und Maspalomas. Hier wird das Ortsbild geprägt von Einkaufszentren, Restaurants, Bars und einer zahlreichen Auswahl an Diskotheken. Doch damit nicht genug, es gibt etliche Ausflügsmöglichkeiten die zur Auswahl stehen, dazu gehören zum Beispiel eine Go Kart Bahn, ein Aquapark, eine Wildweststadt oder ein subtropischer Vogelpark. All das ist nur ein kleiner Teil der Möglichkeiten die Gran Canaria ihren Gästen zu bieten hat. Als Kontrast zum lebhaften Süden locken hingegen im Landesinnern grüne Täler, bizzare Schluchten und einsame malerische Dörfer zum verweilen ein. Im Norden wird das Inselbild durch steile Klippen vollendet. Prachtvolle historische Bauten und zahlreiche Kaufhäuser, Bars, und Cafes sind in der Hauptstadt, Hafenstadt, Vergnügungstadt, Einkaufstadt und Badestadt Las Palmas zu finden. Kurz gesagt: eine Stadt die alles bietet!
Lanzarote:
Lanzarote gilt als die schwarze Perle der Kanaren: Die Vulkankegel der Feuerberge sind von einmaliger Schönheit und Faszination. Kontrastreich heben sich die klassischen weißen Häuser vom schwarzen Gestein ab. Selbst in den Touristenzentren wird auf den Bau von Hochhäusern verzichtet und die traditionelle Bauweise gefördert. Dies hat Lanzarote dem Einsatz Architekten Cesar Manrique zu verdanken, der sich zu seinen Lebzeiten für die Ausarbeitung strenger Bauvorschriften einsetzte. Zu den drei bekanntesten Urlaubsregionen der Insel gehören die touristischen Zentren Playa Blanca an der Südspitze, Puerto del Carmen im Süden sowie Costa Teguise im Südosten der Insel. Obwohl innerhalb der letzten Jahre zahlreiche Appartement und Hotelanlagen gebaut wurden, gehört Playa Blanca zu den eher ruhigen Urlaubsorten. Wegen seiner recht kargen Umgebung wirkt der Ort wie eine Oase in der Wüste. Dank der Fährverbindung zur Nachbarinsel Fuerteventura entstand hier ein verkehrstechnischer Dreh- und Angelpunkt. Puerto del Carmen ist der älteste und größte Touristenort von Lanzarote. Hier schlägt das Tourimus Herz Lanzarotes. Am kilometerlangen Naturstrand lädt die Strandpromenade mit zahlreichen Restaurants und Bars zum bummeln ein. Im Gegensatz zum manchmal bedeckten Himmel im bergigeren Norden lockt hier das ganze Jahr über Sonnenschein die Urlauber an die Strände. Teils flach und windgeschützt, teils mit etwas rauerer Brandung, bieten sie sowohl für Familien mit Kindern als auch für Wassersportbegeisterte unendliche Spaßmöglichkeiten. Spaß ist hier ohnehin angesagt: Wer vom Tauchen, Bootsfahren, Surfen, Wandern und Reisen in der Umgebung abends noch nicht genug hat, kann sich problemlos die Zeit in Discos und Kneipen bis zum nächsten Morgen vertreiben.
Die Costa Teguise garantiert einen abwechslungsreichen Urlaub. Künstlich angelegte Badebuchten wurden mit hellem, feinem Sand aufgeschüttet. Auch hier findet sich entlang des Strandes eine Strandpromenade mit etlichen gemütlichen Lokalen, die zum schländern einladen. Das Nachtleben hingegen spielt sich bis auf einige Bars hauptsächlich in den Hotelanlagen mit Ihren Showabenden statt.
Im Innern der Insel befinden sich typisch kanarische Dörfer, in denen es so scheint, als sei die Zeit stehen geblieben.
Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Nationalpark Timanfaya. Es gibt auf der ganzen Erde kaum ein anderes Gebiet, wo man ein Vulkangebiet so nah erleben kann. Je nach Sonneneinstrahlung und Temperatur erstrahlen die Feuerberge in den unterschiedlichsten Farben von feuerrot bis tiefschwarz.
Fuerteventura:
Fuerteventura ist ohne Zweifel die wildeste und unberührteste Insel der Kanaren. Die Insel der Stille spaltet die Gemüter, den die Schönheit Fuerteventuras erschließt sich oft erst auf den zweiten Blick. Karg nur auf den ersten Blick, doch fazinierend beim näheren Hinsehen. Die ca. 100km vor der afrikanischen Küste liegenende Insel bietet kilometerlange saharahelle Sandstrände mit glasklarem Wasser. Ob in den meterhohen feinsandigen Dünen im Norden oder an den kilometerlangen Stränden im Süden, hier findet jeder sein eigenes Urlaubsparadies. Die meisten Urlauber zieht es aber ganz in den Süden nach Jandia oder etwas nördlich an die Costa Calma. Ein breiter Grüngürtel aus Palmen teilt den Ort Costa Calma in einen strandnahen und einen jenseits der Überlandstraße gelegenen Abschnitt. Zu beiden Seiten der Hauptstraße befinden sich zahlreiche Bungalowanlagen, dazwischen einige größere Hotels. Die verstreut liegenden Teile der Ferienzone bieten mehrere moderne Einkaufszentren im Stil spanischer Plazas mit Geschäften, Kneipen und Restaurants. Das Nachtleben spielt sich vorwiegend in den größeren Hotels mit Barbetrieb, Tanz, Pool- und Beach Partys ab, daneben finden sich im Umfeld einige Bars und Pubs. Durch das eher beschränkte Angebot an Nachtleben wird der Ort von Familien mit Kindern und einem eher älteren Publikum bevorzugt. Jandia ist das mit Abstand größte Ferienzentrum Fuerteventuras, hier erstrecken sich hinter der Durchgangsstrasse mehrere Geschäfte, Kneipnen, Bars und Diskotheken die ein turbolentes Nachtleben versprechen. Wer bei dieser Gelegenheit die einsame Seite der Insel kennen lernen will, sollte bis nach Morro Jable und dann ganz in den Süden fahren. Ehemals zählte der Ort zu einem unbedeutenden Fischerort der sich aber durch die Anbindung an Jandia in ein touristisch attraktives Zentrum entwickelt hat. Trotz alledem bewahrt Morro Jable seinen traditionellen Charakter. Insgesamt wird das Ortsbild geprägt von einer gelungenen Ansammlung von ausgezeichneten Fischrestaurants und Pensionen, hübschen Geschäften und kleinen Appartementanlagen. Westlich schließt sich der neue Hafen an, hier werden auch Segeltörns für Urlauber oder Überfahrten zur Nachbarinsel Gran Canaria angeboten. Das Landesinnere ist geprägt durch steile Bergzüge und weiten Landaschaften. Im Norden der Insel gilt Corralejo als Mekka für Wassersportler und zweitgrößtes Feriengebit Fuerteventuras. Bis zu 5 m hoch türmen sich die Wellen auf, denen das Surfrevier seinen Ruf als “Hawaii Europas” verdankt. Ebenso berühmt wie die Strände ist das knapp 24 qkm große Wanderdünengebiet El Jable, das sich südöstlich der Stadt, an der Küstenstraße nach Puerto del Rosario befindet. Vom Fährhafen aus bieten sich Bootsausflüge nach Lanzarote oder Lobos an. In der Hauptstraße mit zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten und der Fußgängerzone befindet sich der urbane Mittelpunkt, in dem sich vorwiegend das turbulente Nachtleben abspielt. Hier finden sich Boutiquen, Sportgeschäfte, Kneipen, Restaurants, Cafes und Pubs. Ein Minibus verbindet halbstündlich auf einem Rundkurs viele Ferienanlagen, das Ortszentrum und den lebhaften Hafen.
La Gomera:
La Gomera war lange Zeit als die Insel der Hippies bekannt. Sie entdeckten als erste das Valle Gran Rey für sich, ein üppig bewachsenes Tal, das sich aus der Hochebene über viele Kilometer bis hinunter zum Meer erstreckt. Inzwischen entwickelte sich das Tal zum touristischen Zentrum der Insel. Doch trotz der aus dem Boden schießenden Apartmentanlagen und des 1999 eröffneten Flughafens ist man auf La Gomera vom Massentourismus entfernt. Von den 7 Hauptinseln des kanarischen Archipels ist La Gomera die zweitkleinste Insel der Kanaren. Wanderer sind vor allem im Valle de Gran Rey und im Inselinneren, im Nationalpark Garajonay, unterwegs. La Gomera begeistert Nautrliebhaber ebenso wie Wanderfreunde und lädt zu einem naturverbundenen Urlaub ein.
La Palma:
La Palma besitzt eine erstaunliche landschaftliche Vielfalt mit hohen Bergen und tropischer Üppigkeit. Besonders beeindruckend sind Wanderungen in den Vulkankegel der Caldera de Taburiente einer der größten Erosionskessel der Welt. Vorbei an tosenden Wasserfällen und unzähligen Quellen erlebt man die unrührte Natur der Insel deren Kontrast dazu führt, dass La Palma unter Touristen den Beinamen “Kanarische Schweiz” erhalten hat. Ein grandioser Rundblick über die Insel erwartet konditionsstarke Wanderer schließlich nach einem dreistündigen Aufstieg auf den 2200 Meter hohen Pico de la Nieve.
El Hierro:
Die kleinste der Kanarischen Inseln wirkt auf den ersten Blick rau und unwirtlich. Wegen ihrer wenigen Strände wird El Hierro von Pauschaltouristen weitgehend gemieden. Fernab des Massentourimus bewahrte El Hierro seine beschauliche Ursprünglichkeit und schöne der Insel. Die Mehrheit der Besucher entdeckt die Insel auf eigene Faust. Zu den beliebtesten Routen zählt der Weg durch den herrlichen Pinienwald am Monte Verde. Vom Gipfel genießt man ausgezeichnete Ausblicke auf Teneriffa, La Palma und La Gomera. Urlauber die auf ausgedehnte Strandsparziergänge und den üblichen Urlaubstrubel verzichten können finden Ruhe und Nautr in seinen vollen Zügen wieder.
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