Sardinien – der grüne Norden

Dienstag, 01.09.2009 von admin | Eingestellt in Reiseberichte

Anreise: ab München mit Tui Fly 1 ¼ Stunden nach Olbia (weitere Flughäfen auf Sardinien sind Alghero im Westen und Cagliari im Süden)

Im April ist es noch kühl auf Sardinien und es gibt wenig Touristen um diese Jahreszeit da es sich eben noch um die Vor-Vorsaison handelt.

Die Temperaturen waren um die 19-20 Grad, zwischendurch etwas Regen. Das Mittelmeer war noch eisig kalt, daher zum Baden noch nicht geeignet. Perfekt, um die Gallura (so bezeichnet man die Granit-Region im Nordosten der Insel) mit dem Mietwagen zu erkunden.

Palau: das kleine Städtchen liegt etwa 40 km vom Flughafen Olbia entfernt. Bekannt ist das Capo d‘Orso mit einer Felsformation die wie ein Bär aussieht – sehenswert! Vom Felsen aus hat man eine traumhafte Aussicht auf Palau, La Maddalena und die gesamte Küste. Von Palau aus gehen mehrmals täglich Fährverbindungen auf das Insel Archipel La Maddalena, hier findet man schöne Badestrände.

Ebenfalls schön zum baden eignet sich der ca. 4 km entfernte Strand bei Porto Rafael.

Santa Teresa die Gallura ist die nördlichste Stadt Sardiniens und liegt etwa 65 km von Olbia entfernt. Das ehemalige Römerstädtchen nahe des Capo Testa sieht aus wie auf dem Schachbrett entworfen: die parallel angeordneten Straßen führen auf zwei zentrale Plätze in der Stadtmitte, mit vielen Unterhaltungs- und Einkaufsmöglichkeiten. Der beliebte flach abfallende, sandige Stadtstrand, die Bucht von Rena Bianca, lockt in der Hochsaison zahlreiche Urlauber, aber auch Einheimische an. Zu besichtigen ist auf jeden Fall das Capo Testa: der nördlichste Punkt Sardiniens, welcher durch einen kleinen Damm mit dem Festland verbunden ist. Hier findet man einen Leuchtturm, schöne Badestrände sowie auch hier wieder eigenwillige Granitformationen und einzigartige Aussicht. Im Valle della Luna, ein Tal mit Granitblöcken aus der Römerzeit, lebten hauptsächlich in den 70er Jahren viele Hippies. Einige davon haben sich heute noch dort niedergelassen.

Von Santa Teresa starten täglich Fähren nach Bonifacio auf Korsika. Die Nachbarinsel ist nur 12 km von Sardinien entfernt, und die Überfahrt sowie ein Tagesaufflug in das schöne korsische Städtchen lohnen sich durchaus.

Costa Smeralda: der Küstenabschnitt im Nordosten von Sardinien, rund um Porto Cervo, ist der exklusivste und auch teuerste. Hier wurden Milliardenbeträge investiert, um die Costa Smeralda zum Spielplatz der Reichen und Schönen zu machen. „Sehen und gesehen werden“ ist das Motto, hier befindet sich z.b. auch der Club „Billionaire“ von Flavio Briatore. Kein Urlaubsort für den kleinen Geldbeutel. Die Traumstände (z.b. La Celvia) und der Yachthafen sind in der Hochsaison dennoch immer gut besucht, abends spielt sich in der Nobel-Einkaufsstraße „Passeggiata“ oberhalb des alten Hafens, sowie in den zahlreichen Nachtclubs das Leben ab.

Isola Rossa: der kleine Ort im Nordwesten Sardiniens liegt direkt am Golf von Asinara. Er befindet ziemlich mittig inzwischen der Ferienzentren von Costa Smeralda, Castelsardo und Alghero, aus dem ehemaligen Fischerdorf ist heute ein touristisch erschlossener Ort mit Restaurants, Bars und vielen Einkaufsmöglichkeiten geworden. Das Einzigartige hier ist der wunderschöne Küstenabschnitt mit rotem Granit in einzigartigen Formen im Kontrast zu zahlreichen kleinen, weissen Sandbuchten. Dazwischen das smaragdgrüne glitzernde Meer: hier ist die Welt (zumindest rein optisch) noch in Ordnung!

Fazit: der Norden Sardiniens ist durchaus sehenswert, am besten erkundet man die Gallura mit einem Mietwagen. Für einen reinen Hotelurlaub ist es viel zu schade bei all den schönen Orten die man dort sehen kann. Die beste Reisezeit sind meines Erachtens die Vor- und Nachsaison, so Mai- Juni und September – Oktober. Im Sommer ist es einfach zu heiß, überlaufen und teuer. Man muss sich im klaren sein dass Sardinien ein hochwertiges Reiseziel ist, ohne den woanders vorherrschenden Massentourismus mit All-Inclusive-Hotelburgen. In der Nebensaison ist es ein wunderschönes, und vor allem dann auch erschwingliches Reiseziel.

 

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