Anreise:
Wir hatten den Flug und das Hotel individuell ohne Veranstalter gebucht.
Taxifahrt vom Flughafen zum Hotel ca. 20 Min. - Preis 35-38 Euro.
Etwas älteres aber sauberes Hotel mit über 200 Zimmern (fast alle mit Meerblick).
Es gibt einen Pool und eine große Terrasse.
Das Hotel ist nicht behindertengerecht - der Aufzug ist erst über zwei Treppen zu errechen, ebenfalls der Speiseraum.
Für kleine Kinder ist das Hotel nicht geeignet. Auf der Anlage gibt es kaum Spielmöglickeiten.
Dadurch, dass die Appartments zwei Zimmer haben, besteht die Möglickeit 2 zusätzliche (Schrank-)Betten zu benutzen.
Die Lage des Europalace ist eigentlich der einzige wirkliche Pluspunkt - aber nur für diejenigen, die keinen Remmidemmi bevorzugen, reinen Badeurlaub machen und/oder am Strand wandern wollen (allerdings weitläufig nur in Richtung Maspalomas). Das Hotel ist sehr verkehrsberuhigt gelegen (jedenfalls die Zimmer mit Meerblick) und nur durch die Fußgängerpromenade vom Strand getrennt. Am Strand gibt es die Möglichkeit, Liegestühle+Schirm zu mieten oder sich irgendwo mit Badetuch o.ä. hinzulegen. Das Wasser machte einen sauberen Eindruck.
- Hinter dem Hotel befindet sich eine Bushaltestelle. Die Zentralhaltestelle für Busse ist oberhalb des hotels - sehr nahe. Das Europalace hat einen kleinen (teuren) Supermarkt für das Allernötigste. Alle anderen Supermärkte sind etwas weiter weg (der nächste, besser bestückte ist im Hotel Corona Roja). Im Empfangsbereich ist eine kleine Autovermietung. - !Was wir an diesem Hotel sehr vermisst haben, war eine Bar oder ein Aufenthaltsraum, in dem man sich nach dem Abendessen aufhalten konnte, um mit anderen Leuten beim Bier oder Wein den Abend ausklingen zu lassen. Auch draussen gibt es keine Bar und nichts, wo man abends noch gemütlich sitzen kann! Die Balkons waren dafür natürlich auch nicht geeignet, weil jedes nicht im Flüsterton geführte Gespräch unweigerlich die Nachbarn gestört hätte.
Das Personal im Europalace ist - bis auf wenige Ausnahmen - sehr freundlich. Die Rezeptionistin war sehr hilfsbereit, die drei männlichen Kollegen erschienen uns etwas muffelig. Drei der Servicekräfte im Spreiseraum, die zu den Stoßzeiten wirklich viel zu tun hatten, waren überaus freundlich - der Rest: na ja, wir dachten wir sind denen nur lästig. Überhaupt nicht beklagen konnten wir uns über die Zimmerreinigung: sehr freundliches Personal, welches die Räume zu unserer vollen Zufriedenheit sauber gemacht haben. Zusätzliche Dienstleistungen haben wir nicht in Anspruch genommen, wir wissen gar nicht, ob es überhaupt welche gibt.
Durch den alten, fensterlosen Speiseraum, der offiziell den Namen "Bar" trägt und dieser Bezeichnung überhaupt nicht gerecht wird, gelangt man in den neu angebauten, bei Tageslicht sehr hellen Speisesaal. Die Atmosfäre - zum Essen ausreichend. Wir hatten aber nie das Bedürfnis, etwas länger dort zu verweilen (was sowieso nicht möglich ist). Wenn man nur 3 Tage bleibt, könnte man das Essen als ganz gut bezeichnen; bei 2 Wochen eher als 4minus. Frühstück: kleingeschnittene Tomaten mit und ohne Tunfisch, Kapern, Zwiebeln usw.; manchmal zwei undefinierbare Brotaufstriche. Der Aufschnitt ist unter aller Sau: nur gemanschte Wurstaufschnitte, wie Jagdwurst u.ä., Chorizo und eine unmöglich schmeckende Salami. Der Serrano-Schinken, den es letztes Jahr noch gab ist völlig vom Büffet verschwunden. Das Käseangebot besteht meistens aus scheiblettenartigen Scheiben, die den Namen "Käse" wirklich nicht verdienen. Die "Müslifraktion" wurde glaub ich gut bedient - allerdings gab es NIE frisches Obst zum Frühstück! Eier gab es täglich, gekocht, gebraten und in Tortilla. Die Freunde englischen Frühstücks wurden auch bedient: mit undefinierbaren gebratenen Würstchen und Speck. Brot gab es in ausreichender Menge und auch verschiedene Sorten. Mit dem Frühstück waren wir nicht zufrieden, weil das Angebot nicht variierte und das Angebotene keiner guten Qualität entsprach. Das Abendessen konnten wir ebenfalls nur als grade mal ausreichend beurteilen: Tomatenscheiben, Salate (die waren o.k.) und Suppen gab es täglich, ebenfalls ein Pfannengericht, in dem man die Reste vom Vorabend wieder fand. Die Suppe haben wir einmal probiert und es dann gelassen. Den Aufschnitt vom Morgen gab es dann auch abends (für die Brotesser). Das Gemüseangebot war völlig unzureichend: eine angebotene Sorte und die war auch noch verkocht :-( Fisch war meisten o.k. - Fleisch war nur an einem Abend gut und das war Silvester (dafür musste man aber auch noch 45 ¤ extra zahlen). z.B. gab es 1x Schnitzel Wiener Art: das Fleich wurde so dünn geklopft, dass gerade noch die Panade dran hielt, fast nur Mehlgeschmack. Insgesamt war das Essen sehr fettreich zubereitet. Vegetarier würden hier nichts essen können - Veganer erst recht nicht. Die Nachspeisen waren o.k. - ziemlich große Auswahl (aber alles sehr fetthaltig) Das Restaurant ist sauber, ob es die Köche sind? Ich hatte jedenfalls nach dem Urlaub eine Herpangina Zahorsky.
Die Zimmer sind zwar nicht sehr gemütlich, aber großzügig und zweckmäßig eingerichtet. Jedes Appartment ist mit einer Kochnische ausgestattet. Es gibt ein Schlafzimmer (leider haben die meisten nur ein kleines Fenster zum Laubengang) und ein Wohnzimmer, mit Zusatzbetten (Schrankbetten) - deswegen sind die Appartments für Familien gut geeignet. Zwischen den Zimmern befindet sich das (etwas kleine) Badezimmer (mit Badewanne, Föhn und Bademäntel gg. Aufpreis). Die Handtücher werden täglich gewechselt, die Bettwäsche alle 3 Tage. Die Appartments sind ausgestattet mit: Fernseher, Safe und Telefon. Alle Appartments gehen nach Süden raus und haben Meerblick. Unten gibt es noch Studios, die durch den Treppenaufgang der Promenade nur eingeschränkten Meerblick haben. Wenn man Pech hat, bekommt man sogar ein Studio nach hinten raus zum Parkplatz, zum Anlieferungsbereich und der Müllentsorgung.
Es gibt einen Billardtisch (kostenpflichtig) im Erdgeschoss und einen Minimarkt. In der Hotelhalle hat man die Möglichkeit, kostenlos das Internet zu nutzen. Die Anlage mit dem Swimming-Pool machte auf uns - vom Balkon aus gesehen - keinen sehr einladenden Eindruck: ziemlich kahl (wenig Palmen oder Bäume). Ganz anders hingegen der Blick vom Balkon aufs benachbarte Hotel "Beverly Park" - dort war der Garten sehr begrünt. Die Poolbar war zu der Zeit, als wir im Hotel waren geschlossen. Die Liegen sind frei benutzbar und wie üblich ab 8 Uhr morgens von einigen Hotelgästen "reserviert".
Tipps:
Wir selber haben aus Faulheit keine eigenen Ausflüge gemacht. Einmal sind wir mit einem befreundeten Ehepaar, die sich ein Auto gemietet hatten, nach Las Palmas (empfehlenswert die Altstadt) und einmal nach Mogan gefahren. Entsetzt waren wir über die schrecklichen, landschaftszerstörerischen Hotelbauten an der ehemalig wunderschönen Steilküste auf dem Weg nach Mogan.
- FAZIT: Das Hotel würde ich nur Menschen empfehlen, die bereit sind, sich mit Plätze reservierenden, teils unfreundlichen RentnerInnen das geschmacklose, fette Essen zu teilen.