Anreise:
Der Flug nach Thessaloniki hat prima geklappt, der Transfer zum Htl. ebenso. Der Weg von der Straße ins Htl. ist abenteuerlich, da das Htl. auf dem Hügel liegt, geht es steil bergauf - mit den Koffern nicht unbedingt optimal. Wir kamen erst gegen 23.30 Uhr an, haben aber trotzdem noch eine Kleinigkeit zu Essen bekommen - prima Service.
Der Reiseleiter Nektarios war einsame Spitze - besser geht's nicht! Bei Problemen immer ein offenes Ohr und mit Hintergrundwissen ohne Ende - hier nochmals unseren Dank!
Die wirklich große Anlage hat einen ganz eigenen Stil. Wenn man sich an das Auf- und Absteigen gewöhnt hat, ist es eigentlich nur noch schön. Für Behinderte dürfte der Weg durch die Anlage nicht leicht sein - insoweit nicht unbedingt geeignet. Sehr weitläufig, mit Olivenbäumen, Granatapfelsträuchern und Oleander bewachsen. Obwohl es viele Zimmer gibt ( wir wohnten in der 90) laufen sich die Gäste eher selten über den Weg, es findet kein wildes Getummel statt.
Der Weg nach Nikiti ist gemütlich, wenn man die Strecke abseits der Hauptstraße wählt. Lidl und ein griechischer Supermarkt sind fußläufig erreichbar, der Rückweg führt allerdings dann stetig bergauf. Zum Strand fährt stündlich der Htl.shuttle - hat problemlos geklappt. Ausserhalb der Hauptsaison ist der Htl.strand allerdings ein bißchen einsam - Strandbar ist dann Fehlanzeige. Und auch in Nikiti selbst wird es bereits etwas ruhiger, man findet aber immer noch genügend Tavernen für den Imbiß zwischendurch.
Service im Geranion Village:
Dsa Personal war wirklich nett - die Damen an der Rezeption sprechen deutsch und sind superhilfsbereit. Die Zimmer wurden täglich gereinigt, Handtücherwechsel ebenfalls täglich - wenn gewünscht. Ein Großteil des Personal spricht deutsch - teilweise sogar sehr gut. Wir hatten durchweg das Gefühl, gut betreut zu werden.
Das Frühstück war durchaus appetitlich, allerdings sollte man - wie überall in Griechenland - keine deutschen Erwartungen hegen. Rührei gab's immer, gekochte Eier ebenfalls. Dann Wurst, Käse, Marmelade und den Honig, der von den Besitzern des Htl.s selbst hergestellt wird (ein Gedicht), Quark, Cornflakes, Müsli und Weiß- und Graubrot ( im Steinofen selbstgebacken). Es war lecker und vor allem - der Kaffee war gut. Tee und Säfte vervollständigen das Angebot. Der Service war schnell und unaufdringlich, die Tische wurden laufend gesäubert und neu eingedeckt. Nette Atmosphäre trotz der vielen Gäste.
Beim Abendessen muß man sich an die Art der "Essensausgabe" gewöhnen, aber es ist immer reichlich. Die Auswahl ist o.K., es gab immer mindestens zwei verschiedene Sorten Fleisch und Beilage - und immer frischen Salat. Wenn man sich mal das Salatbuffet angesehen hat, eiß man, warum Kostas die ungewohnte Art der Ausgabe der warmen Speisen gewählt hat - so matscht niemand im warmen Essen rum. In de Taverne des Htl.s in Poolnähe kann man ebenfalls gut essen, die Pizza aus dem Steinofen ist besser als alle, die man hier in Berlin in Pizzerien bekommt - wir vermissen sie jetzt noch !
Die Zimmer waren sauber und zweckmäßig eingerichtet. Nur ein Tipp: Haken fehlen sowohl im Zimmer als auch im Bad. Also vielleicht einfach 'ne Türhakenleiste einpacken und schon liegt nicht mehr soviel herum. Die Klimaanlage haben wir nicht ausprobiert, abends wurde es eher kühl. Im Erdgeschoss liegende Zimmer sind nicht unbedingt für geruchsempfindliche Gäste zu empfehlen, die Bodenentwässerung führt durchaus ab und an zu unangenehmen Gerüchen. Betten hart aber oki, Möbel sind in Ordnung. Kühlschrank im Zimmer funktionierte tadellos. Der Balkon am Doppelzimmer reicht auch locker für vier Leute.
Der Swimmingpool ist groß und es gibt genug Liegen. Ausserdem stehen Tische und Stühle am Pool, so daß man sich dort auch einfach mal so hinsetzen kann.Sonnenschirme gibt es ebenso wie ausreichend Schatten durch die Bäume. Die Poolbar im Turm öffnet um 12.00 Uhr und dann gibt es kalte und warme Getränke sowie kleine Snacks. Animation findet nicht statt, Samstag gab es jeweils einen griechischen Liederabend ( mit einem durchaus guten Sänger!).
Tipps:
Das Htl. würden wir jedenfalls wieder besuchen. Es ist als Ausgangspunkt für viele Ausflüge geeignet und man kann sich hier wohlfühlen. Allerdings ist es auf jeden Fall am Besten, sich einen Mietwagen zu nehmen, dann kann man vieles auf eigene Faust erkunden.Wir haben uns sogar mit dem Auto nach Thessaloniki gewagt und sind auch heil wieder zurückgekommen.
Wer weiß, wie die Griechen "ticken", fühlt sich hier wohl und hat am Nachmittag auch tatsächlich das Gefühl, nach Hause zu kommen. Einen Vergleich mit deutschem "Vier-Sterne-Standard" hält es nicht, aber es ist eine angenehme Unterkunft. Empfehlenswert ist ein Ausflug auf der Küstenstraße nach Sarti, an die andere Küste der Sithonia, dort ist das Meer weitaus rauher und man hat eine prima Aussicht auf den Berg Athos.