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Samos
Die griechische Insel zählt zu den südlichen Sporaden, einer Inselgruppe die unmittelbar der türkischen Küste vorgelagert ist. Da auf Samos die höchsten Gebirge der Ägäis beheimatet sind, bringt der regenreiche Südwind in der Nebensaison häufig Niederschläge. Dagegen sorgt der von Norden kommende „Meltemia“ in der restlichen Zeit meist für einen wunderbar wolkenlosen Himmel. So gilt Samos nicht nur als eine besonders von der Sonne verwöhnte, sondern auch als eine der wasserreichsten griechischen Inseln. Folgerichtig finden die Einheimischen außerhalb des Tourismus auch im Anbau von Wein, Tabak und Zitrusfrüchten sowie in der Produktion von Olivenöl ihr Auskommen. Im Laufe ihrer bewegten Geschichte und als Folge ihrer besonderen strategischen Lage wechselte die politische Zugehörigkeit von Samos stetig. Zuletzt der Türkei angegliedert, ist die Insel seit 1913 griechisches Territorium.
Ausgehend von der Hauptstadt Samos-Stadt und ihrem archäologischen Museum gibt es viele Möglichkeiten einen Blick in die Vergangenheit der Insel zu werfen. Denn die Insel bietet zahlreiche steinerne Zeitzeugen, allen voran das von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte „Pythagorion“. Die Geburtsstätte des Pythagoras beheimatet den ersten künstlich angelegten Hafen des Mittelmeers. Um die Gewalt der Meeresfluten zu zügeln lagerte der Tyrann Polykrates dem Ufer unbearbeitete Felsen vor. Diese „Wellenbrecher des Polykrates“ bilden das Fundament des heutigen Hafens. Historisch bedeutsam ist auch der „Tunnel des Eupalinos“, der zu Füßen des Berges Spiliani gelegen das antike Pythagorion mit Quellwasser versorgte. In unmittelbarer Nähe des Ortes Ireon, der Sage nach Geburtsort der Hera, befindet sich das „Heraion“. Dort wurde die Gemahlin des Zeus als Göttin der Fruchtbarkeit verehrt. Erwähnenswert ist auch die inmitten des Kerkis-Massivs gelegene „Höhle des Pythagoras“, die dem Philosophen vor seinem Exil als Zufluchtsort gedient haben soll.
Neben allen Sehenswürdigkeiten ist die Insel touristisch umfassend erschlossen. Es kommen daher auch Anhänger entspannter Freizeitinteressen auf ihre Kosten. Es gibt eine große Auswahl an Traumstränden. Erfreulicherweise auch solche, die nur per Boot oder zu Fuß zu erreichen und daher wenig überlaufen sind, wie Megalo Seitani oder Mikro. Aufgrund der Berge bieten sich gerade für Wanderer wunderbare Touren an, etwa zu den Wasserfällen nach Potami. Jedenfalls dürfte dem geneigten Besucher weder in kultureller noch in sonstiger Hinsicht langweilig werden

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